Federweißer, vilano, vilano-weinshop, wein kaufen,

In vielen Gegenden trinkt man ihn zu einem frischen Stück Zwiebelkuchen: Ein Federweißer. Federweißer hat i.d.R. nur rund 5% Vol.% Alkohol, weil das Getränk sich auf dem Wege vom Traubensaft zum Wein befindet. Beliebt ist er im Herbst, wenn die Weinlesezeit anfängt deshalb, weil sich im Wein eine harmonische Mischung aus Süße, Alkohol und Fruchtsäure bildet. Ein Federweißer lässt sich fast trinken wie Traubensaft, ist auch ähnlich süß, hat aber doch Alkohol.

Gärung geht in der Flasche weiter

Charakteristisch ist für den Federweißen, dass die Gärung in der Flasche noch weitergeht. Professionelle Anbieter verschließen die Flasche daher mit einer luftdurchlässigen Kapsel, die es der Kohlensäure in der Flasche möglich macht, zu entweichen. Wer die Flaschen aufrecht transportiert, wird auch nach dem Transport noch Freude am Inhalt der Flasche haben.

Federweißer – wo und wie lagern?

Federweißer ist für den zeitnahen Verzehr bestimmt und nicht für eine jahrelange Lagerung geeignet. Wer den Gärungsprozess stoppen will, kann den Federweißen auch in den Kühlschrank stellen, denn die Kühlung stoppt, bzw. verzögert den Gärungsprozess. So kann man den Federweißen noch etwas aufbewahren.

Wem der Federweiße noch zu süß schmeckt, der bewahrt seine Flaschen Federweißer am besten noch etwas bei Zimmertemperatur auf. So wird er nach und nach seinen optimalen Geschmack entwickeln und etwas Süße verlieren. Vor dem Trinken, sollte man ihn dann wieder kühlen.

Federweißer

Was ist Federweißer?

Federweißer ist ein spritziges Getränk, welches eine Zwischenstufe zwischen Traubensaft und Wein darstellt. Als Rebsorten werden meist z.B. Solaris, Ortega oder Huxelrebe gewählt, weil diese Sorten sehr früh reif sind und dann die Grundlage für Federweißer liefern können. Selten wird auch Müller Thurgau dazu verwandt. Nach der Traubenernte werden die Trauben schonend ausgepresst, wobei der Saft in Tanks läuft. Der Most wird dann vorgeklärt – durch Hefe bildet sich dann relativ schnell ein Federweißer, der in Flasche abgefüllt wird und noch in der Flasche weitergärt. Abgefüllt wird er in Flaschen, sobald die Gärung begonnen hat. Im Prinzip ist der Federweißer ein „unfertiger Wein“.

Bei welcher Temperatur trinkt man am besten ein Glas Federweißer?

Meist bleibt es nicht bei eine Glas, weil Federweißer sehr süffig ist. Die meisten Weintrinker trinken Den Federweißen gekühlt aus dem Kühlschrank, dann erfrischt er optimal und schmeckt auch nicht zu süß.

Wie wird Federweißer noch genannt?

Federweißer ist fast in ganz Deutschland als Bezeichnung üblich. In einigen Gegenden haben sich andere Bezeichnungen durchgesetzt, z.B.:

  • Bitzler (Pfalz)
  • Rauscher (Rheinhessen)
  • Sauser
  • Sturm (Österreich)
  • Suser (Schweiz/Süddeutschland)
  • Bremser

Wann ist die Zeit für Federweißer?

Die Frage „Wann gibt es Federweißer?“ ist im Wesentlichen abhängig davon, wann die erste Weinernte stattfinden kann. Da man für Federweißer Traubensorten wählt, die früh erntereif sind, ist Federweißer in der Regel in Deutschland ab Mitte September bis ca. Mitte November erhältlich. Hochsaison für Federweißer ist fast überall der Oktober.

Versenden Winzer auch Federweißer?

Ein Versand von Federweißer gestaltet sich schwierig, da das Getränk bereits beim Einsetzen der Gärung in die Flasche gefüllt wird und in der Flasche weiter gärt. Das bedeutet, dass der Winzer die Flasche nicht dicht abschließen kann, damit die Kohlensäure noch entweichen kann. Damit dürfen die Flaschen nur aufrecht stehend transportiert werden, weil ansonsten der Federweiße ausläuft.

Kann man Federweißen auch selbst machen?

Theoretisch ja. Es gibt auch Sets am Markt zu kaufen, mit denen man Federweißen selbst herstellen kann. Frisch gemachter Federweißer vom Winzer schmeckt natürlich immer besser. Wer selbst in die Produktion „Federweißer“ einsteigen will:

  • Frische Weintrauben zerdrücken und auspressen (Keltern)
  • Den Traubensaft filtern und in ein Behältnis füllen, z.B. einen Gärballon mit Gärventil
  • Wer Oxidation verhindern möchte, muss den Most schwefeln. Das geschieht durch Beigabe von Kaliumsulfit
  • Nach 10-12 Stunden dann Reinzuchthefe zuführen
  • Den Most bei Zimmertemperatur lagern und abwarten, bis die Gärung einsetzt
  • In Flaschen abfüllen
  • 1-2 Tage warten
  • Trinken

Am einfachsten gelingt das natürlich mit Federweißer-Selbermachen-Sets, die man kaufen kann und alle Zutaten enthalten. Oder Sie bestellen direkt, einfach und bequem in unserem  Weinshop online.

Wieviel Alkohol enthält Federweißer?

Wenn Federweißer trinkreif ist, hat er meist 4 bis 5% Vol.% Alkohol. So ist er meist im Handel erhältlich. Da der Gärungsprozess in der Flasche noch weitergeht und dabei der Zucker in Alkohol umgewandelt wird, erhöht sich mit der Zeit der Alkoholgehalt. Meist bis ca. 11%.

Woher kommt der Name Federweißer?

Während man früher vermutete, dass der Begriff auf einen zugesetzten Konservierungsstoff zurückgeht, hat sich in den letzten Jahren die Theorie durchgesetzt, dass der Federweiße zu seinem Namen kam, weil die Hefe wie kleine Federn im Getränk tanzt und die federweiße Farbe schlussendlich zum Namen geführt habe.

3 typische Fehler rund um den Federweißen:

  • Flaschen im Kofferraum liegend oder so transportieren, dass sie umfallen können: Das gibt in der Regel eine Riesensauerei, da die Flaschen oben nicht luftdicht verschlossen sind. Transport ist nur stehend möglich.
  • Durch den süßen Geschmack zu glauben, dass man sehr viel davon trinken kann: Die Süße täuscht über den Alkohol hinweg. Zu viel Federweißer macht auch einen Rausch.
  • Übermäßig Federweißer zu genießen: Dies führt bei mehreren Flaschen meist zu beschleunigter Verdauung, weil das Getränk im Verdauungstrakt noch gärt

Weitere Themen:

Portwein

One comment on “Federweißer – warum ist er so beliebt?”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*