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Nicht jeder ist ein Weinkenner und kennt sich mit Weißweinen und/oder Rotweinen aus. Und doch ist in Gesellschaft oft nützlich, wenigstens ein paar Grundlagen über Weine zu wissen. Wer sich näher mit dem Wein befassen möchte und z.B. einen eigenen Weinkeller aufbauen möchte, der sollte sich schon ein wenig auskennen, um Fehlkäufe zu vermeiden. Zum Thema Weißwein haben wir hier die Basics zusammen getragen:

Welches sind die wichtigsten deutschen Weißwein-Sorten?

Die meiste Bedeutung haben in Deutschland die folgenden weißen Rebsorten:

  • Riesling
  • Müller-Thurgau
  • Silvaner

Vermehrt werden in Deutschland auch in den letzten Jahren die weißen Sorten Weißburgunder und Chardonnay angebaut.

Bei den roten Rebsorten sind die häufigsten Rebsorten:  Spätburgunder, Portugieser und Dornfelder.

Weißwein

Zu welchem Essen sollte man keinen Weißwein bestellen?

Heute ist man wesentlich freier und kreativer in der Auswahl von Weinen zum Essen, aber als No-Go gilt immer noch:

  • Wildgerichte und Weißwein
  • Huhn und Rotwein
  • Spargel und Rotwein

Wird Weißwein nur aus weißen oder hellen Weintrauben hergestellt?

Oftmals besteht der Irrglaube, dass Weißwein nur aus weißen, bzw. hellen Trauben hergestellt werden kann. Das ist aber falsch. Die Farbe der Beerenhaut kann nicht nur hellgelb, gelbgrün, grün oder grau, sondern auch graurot oder rot sein. Im Fruchtfleisch ist nämlich nur wenig Farbstoff. Die Farbpigmente, die das Äußere der Weintraube ausmachen, befinden sich ausschließlich in der Beerenschale. Extrahiert man den Saft frühzeitig, vermeidet man das Austreten von Farbstoffen aus der Schale in den Saft.

Welches ist der beste Weißwein?

Über Geschmack lässt sich trefflich streiten. Ein deutscher Weißwein wurde im Jahr 2017 in Lyon beim Concours International in Frankreich zum besten Weißwein der Welt erklärt. Getroffen hat es einen Wein vom Weingut Kress am Bodensee und zwar den:

  • Goldbach Chardonnay 2015

Einer der teuersten Weißweine ist der:

  • 1811 Chateau d’Yquem

Dieser Wein aus dem Bordeaux wurde zuletzt mit rund 85.000 Euro pro Flasche gehandelt.

Auch eine Riesling Trockenbeerenauslese vom Schwarzhofberg (Saar) wechselte vor einigen Jahren für über 14.000 Euro den Besitzer.

Weißwein

Mehrfach für gute Weißweine wurden in Deutschland ausgezeichnet:

  • Weingut Egon Müller Scharzhofberg (Scharzhofberger Riesling Auslese Goldkapsel)
  • Weingut Robert Weil (Gräfenberg Auslese Goldkapsel)
  • Weingut Rudolf Fürst (Chardonnay Karthäuser)
  • Weingut Heymann-Löwenstein (Riesling Schieferterassen)
  • Weingut Luckert Zehnthof (Sulzfelder Creutz Silvaner)

Dies stellt nur eine Auswahl dar, da es eine Vielzahl von Weinwettbewerben gibt.

 

Bei welcher Temperatur trinkt man Weißwein am besten?

Während Rotwein häufig bei Zimmertemperatur am besten schmeckt, sollte Weißwein kühler genossen werden. Trockene Weißweine werden üblicherweise zwischen 12 und 14 Grad getrunken. Bei einigen aromatischen Weinen wie z.B. Sauvignon Blanc oder einem einfachen Riesling sind auch Temperaturen von 8 bis 10 Grad angemessen. Einen Weißwein, der im Restaurant nicht gekühlt gebracht wird, sollte man zurückgehen lassen. Es verbietet sich natürlich auch, einen Weißwein durch ein paar Eiswürfel im Weinglas herunter zu kühlen. Das verwässert den Geschmack.

Ist Weißwein gesund?

Wein in Maßen fördert – nach allem, was man weiß – die Gesundheit. Damit sind ca. 0,4 Liter Wein am Tag gemeint. Wobei sich in der Literatur für Frauen eine niedrigere Dosis von 0,2 bis 0,3 Liter findet. Wer als Alkoholiker Wein täglich flaschenweise trinkt, fördert natürlich nicht seine Gesundheit, sondern schadet ihr, wie bei jedem Alkoholabusus.

Zwischen Rotwein und Weißwein besteht hinsichtlich der gesundheitlichen Förderung bei überschaubaren Mengen nahezu kein Unterschied. Im Rotwein sind allerdings noch etwas mehr Antioxidantien, die als gesund gelten.

Maßvoller Weingenuss soll die Gefahr von Thrombosen verringern und sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirken.

Wie wird Weißwein hergestellt?

Die Weißwein-Herstellung unterscheidet sich etwas von der Rotwein-Herstellung und läuft wie folgt ab

  • Die geernteten Trauben werden – befreit von Stielen – zerdrückt. Dies geschieht meist maschinell. Das entstehende Gemisch nennt man Maische. Es besteht aus Fruchtfleisch, Schale, Kernen und Saft.
  • Die Maische ruht einige Stunden und wird dann gepresst, woraus sich Most ergibt.
  • Der Most wird geschwefelt, um Oxidation (Verderb durch Luft) zu verhindern
  • Die Abfüllung in Gärbehälter erfolgt
  • Unter Zugabe von Hefe beginnt dort die Gärung, bei der sich Zucker in Alkohol umsetzt
  • Nach abgeschlossenem Gärungsprozess trennt man die Hefe wieder vom Wein
  • Der Wein kann noch weiter reifen und dann verkauft werden

Wie unterscheidet sich ein Weißwein-Glas vom Rotwein-Glas?

Auch Weißweine sollte man nicht aus zu kleinen Gläsern trinken, aber das Weißwein-Glas ist immer kleiner als das Rotwein-Glas. Ein optimales Weinglas hat immer eine dünne Glaswand

Schlechter Weißwein – schnell zu erkennen

Einen schlechten Weißwein, der ggf. schon länger geöffnet ist, ist am sauren Geschmack zu erkennen, der schon an Essig erinnert. Das ist ein sicheres Zeichen, dass die Flasche schon länger geöffnet gelagert wurde und der Wein so schlecht geworden ist.

Ist der Weißwein trüb, ist das fast immer ein sicheres Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Bis hin zur mikrobiellen Aktivität in der Weinflasche.

Erinnert der Weißwein von der Farbe mehr an Apfelsaft, könnte er zu viel Sauerstoff ausgesetzt worden sein – bei nicht fachgerechter Lagerung. Der Wein muss nicht schlecht sein, war aber wahrscheinlich Stress ausgesetzt.

Ein Wein, der scharf riecht und eher an Essig, Nagellackentferner oder andere säuerliche Aromen erinnert, war Hitze und Sauerstoff ausgesetzt und sollte nicht mehr getrunken werden.

Welche Weine sind süß?

Ein Wein, der einen Zuckergehalt von mehr als 45 Gramm pro Liter hat, nennt man einen Süßwein. Trockenbeerenauslesen haben schon einmal einen Zuckergehalt von über 350 Gramm Restzucker pro Liter. Als besonders süß gelten auch Beerenauslese und Eiswein.

An der Aufschrift kann man Süßweine meist erkennen:

  • Demi-Sec bedeutet halbtrocken (Frankreich)
  • Amabile bedeutet lieblich (Italien)
  • Semi Secco bedeutet halbtrocken (Italien)
  • Doux oder Moelleux bedeutet süß (Frankreich)
  • Dolce oder Dulce bedeutet süß (Italien/Spanien)

In Deutschland bezeichnet man beim Bestellen Weine jedoch nicht als „süß“, sondern eher als „halbtrocken“ oder „lieblich“.

 

Spätlese und Auslese werden in Deutschland i.d.R. auch lieblich oder süß ausgebaut. Die Spätlese bezeichnet Weine mit feiner Frucht, die etwas später geerntet werden. Bei der Auslese werden nur Vollreife Trauben verwendet und unreife Beeren aussortiert. Beides führt zu einer höheren Süße.

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One comment on “Weißwein – Basics, die man wissen sollte”

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